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Vermittlungsinfos

Wir freuen uns, dass sie sich für einen unserer Schützlinge interessieren!


Eine Hundeadoption sollte im Vorfeld sehr gut überlegt werden. Die eigenen Wünsche, Voraussetzungen, Vorstellungen, Möglichkeiten, Fähigkeiten und Prioritäten gut geprüft und offen mit der ganzen Familie sowie mit uns bei dem vorherigen Kontaktbesuch besprochen werden.

Haben Sie die nötige Geduld und Zeit, die wir als Tierschützer von Ihnen erwarten, um einen Hund ruhig und gelassen an alles Neue heranzuführen? Wären Sie bereit, sich u.U. professionelle Hilfe durch Hundetrainer oder Tierpsychologen zu holen, sollten Sie mit bestimmten Situationen nicht alleine zurecht kommen?

Die Abgabe eines Hundes, welche wieder einen großen negativen Einschitt in sein Leben bedeuten würde, lässt sich vermeiden, wenn Sie folgende Punkte beachten und vor einer Bewerbung für einen Hund abklären:

Sie werden täglich mindestens 3 mal mit Ihrem Hund Gassi gehen müssen, unabhängig von Wetter und eigenem Befinden, oft viele Jahre lang.

Sollten Sie sich für einen junge, aktiven und sehr lauffreudigen Hund interessieren: sind Sie ebenso aktiv und können sie die Bedürfnisse des Hundes befriedigen?

Gibt es Tierhaarallergien in Ihrer Familie?

Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Tieres einverstanden?

Liegt eine Hundehaltergenehmigung des Vermieters vor?

Kennen Sie die Hundeverordnung Ihres Bundeslandes?

Was geschieht mit ihrem Hund falls Sie erkranken sollten oder ihn nicht mit in den Urlaub nehmen können?

Sofern bei Ihnen noch Kinderwunsch besteht, sind Sie bereit, Ihr Kind gemeinsam mit dem Hund aufwachsen zu lassen ?

Haben Sie an spätere Tierarztkosten ( u.a. Impfungen, Entwurmungen ect.) gedacht, die u.U. unerwartet hoch sein können?

Es kommen neue Kosten in Form von Erstausstattung, Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Futterkosten, u.a. auf Sie zu.

Wir vermitteln keine Hunde an Vollzeit berufstätige Menschen sofern nicht eine zuverlässige Betreuung während der Abwesenheit gewährleistet ist, bzw. der Hund mit zur Arbeit darf.

Bitte lesen Sie sich folgende Abschnitte gut durch, um eventuellen Fragen vorher schon zu beantworten.

Ist mein Tier gesund, wenn es hier ankommt?

Ihr Tier hat, falls es aus dem Ausland kommt und dieses verlässt, alle nötigen Impfungen, ist entwurmt und gechipt. Sollte ein Tier eine sichtbare gesundheitliche Beeinträchtigung haben, werden Sie vorher informiert und können Ihre Entscheidung natürlich wieder rückgängig machen.

Natürlich kann es einmal sein, dass ein Tier krank wird. Wenn man an den Stress denkt, den die Hunde auf dem Transport durch machen, kann man eigentlich immer davon ausgehen, dass die Tiere am Anfang unter Durchfall leiden. Das kann sich auch eine ganze Weile hinziehen. Daher bitte am Anfang nur Trockenfutter geben, da die Tier das aus dem Tierheim gewohnt sind. Die Futterumstellung alleine kann schon Darmbeschwerden hervorrufen. Bei hartnäckigen Fällen kann am Anfang schon mal eine Reis/Hühnerfleisch Diät nötig sein.

Eine nicht erkannte Krankheit kann, auch beim Hund vom Züchter, natürlich nie ausgeschlossen werden. Tierärzte sind nur Menschen - können also auch eine Erkrankung übersehen, trotz gründlicher Untersuchung.

Was ist, wenn das Tier ganz anders ist, als beschrieben?

Sie müssen sich immer bewusst sein, dass es sich bei der Vermittlung meist um ein "blind date" handelt, was die Angelegenheit ja auch angenehm spannend macht. Das Tierheim / die Pflegestelle teilt uns nach bestem Wissen und Gewissen die Charaktereigenschaften des Tieres mit, worauf wir uns im Großen und Ganzen auch verlassen können. Jedoch können nicht alle Eventualitäten abgeklärt werden. Es kann sein, dass Ihr Tier als ausgeglichen und lustig beschrieben wird, bei Ihnen angekommen stellen Sie aber fest, dass Ihr Hund / Ihre Katze ausgesprochen ängstlich reagiert. Immerhin wurde es aus seiner gewohnten Umgebung gerissen.

Nun liegt es an Ihnen, dass Ihr neues Familienmitglied Vertrauen entwickelt, was natürlich dauern kann. Auch optisch kann es passieren dass das Tier nicht unbedingt aussehen wird wie auf dem Foto

Ist der Hund / die Katze stubenrein?

Im Normalfall: NEIN

Ihr Hund / Ihre Katze kommt zu 90% von der Straße, wo er hinmachen konnte wo er wollte. Im Tierheim ist er durch die Zwingerhaltung gezwungen, sein eigenes Zuhause zu beschmutzen, weil niemand da ist, der mit ihm spazieren geht. Im Normalfall ist es kein Problem einen Hund stubenrein zu bekommen. Natürlich gibt es wie überall Ausnahmen. Auch hierüber müssen Sie sich bewusst sein. Unsere Katzen sind ebenfalls fast ausnahmslos Straßenkatzen, die ihre Geschäft dort erledigen konnten, wo sie wollten.

Wohnungsinventar

Wenn Sie Angst um Ihre teure Wohnungseinrichtung haben, sollten Sie sich kein Haustier anschaffen, egal ob vom Züchter oder von uns. Natürlich gehen wir nicht davon aus, dass sich das Tier an Ihren Einrichtungsgegenständen vergreift, sofern es genug Bewegung bzw. Beschäftigung hat und behutsam an das "alleine sein" herangeführt wird. Auch hier gibt es natürlich Hunde /Katzen, die aus der Reihe tanzen.

Wir haben schon einen Hund / eine Katze und wollen einen Zweiten / Dritten...

Egal wie verträglich Ihr Hund / Ihre Katze ist, probieren Sie unbedingt vorher aus, ob Ihr Mitbewohner auch wirklich andere Artgenossen in seiner unmittelbaren Umgebung duldet. Das heißt: laden Sie andere Hunde VORHER zu sich nach Hause ein.

Ist der Hund katzenverträglich?

Diese Frage ist natürlich besonders für Katzenbesitzer ausgesprochen wichtig. In manchen Fällen kann man die Katzenverträglichkeit testen. Das heißt, man führt den angeleinten Hund in das Katzenhaus. Wenn er nicht aggressiv reagiert und versucht, die Katzen sofort zu jagen, gilt er als katzenverträglich. Im großen und ganzen klappt es mit vorhandenen Katzen oft sehr gut.

Wie reagiert das Tier auf Kinder? Welche Probleme sind zu erwarten?

Wie bei jedem Tier, dessen Vorgeschichte nicht bekannt ist, kann niemand eine gesicherte Aussage darüber treffen, ob und welche Erfahrungen mit Kindern gemacht wurden.

Ein wichtiger Punkt, der unbedingt beachtet werden sollte, ist jedoch folgender: Die Hunde sind oft futterneidisch. Da sie meist in Rudeln im Tierheim gehalten werden, müssen sie teilweise um ihr Fressen kämpfen. Deshalb ist anfangs unbedingt darauf zu achten, dass Kinder nichts am Futternapf des neuen Familienmitgliedes zu suchen haben und nicht heruntergefallene essbare Sachen, oder auch Hundespielzeug aufheben! Es kann in solchen Fällen zu erheblichen Problemen kommen. Auch sollten Kinder und der neue Hausgenosse anfangs nicht alleine gelassen werden und natürlich sollte den Kindern auch klar gemacht werden, dass ein Hund/eine Katze auch mal ihre Ruhe haben will.

Unserer Erfahrung nach, gibt es bei einer behutsamen Zusammenführung von Kind und Tier im Normalfall kaum Probleme, wenn die oben aufgeführten Punkte beachtet werden.

Was mache ich mit dem Tier, wenn ich es nicht mehr halten kann/will?

Wenn Probleme mit dem Tier auftreten, die Sie nicht in den Griff bekommen, oder wenn Sie es aus irgendwelchen Gründen nicht mehr halten können, geht es wieder an uns zurück. Der Hund darf auf keinen Fall ohne Rücksprache mit uns an dritte Personen weitervermittelt werden, bzw. einem anderen Tierschutzverein/Tierheim übergeben werden. Dieser Punkt ist auch im Schutzvertrag festgehalten.

Bitte beachten Sie, dass wir kein Tierheim, sondern nur mit privaten Pflegestellen arbeiten. Wir müssen also rechtzeitig von Ihnen benachrichtigt werden, um eine passende neue Pflegestelle zu finden, die das Tier aufnehmen kann. Dies kann auch schon mal ein paar Tage dauern. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Wir werden Sie aber auf keinen Fall mit dem Problem alleine lassen und versuchen, so schnell wie nur möglich einen passenden Platz zu finden.

Wie läuft die endgültige Vermittlung ab?

Vor einer Vermittlung führen wir oder eine von uns beauftragte Person ein persönliches Gespräch mit Ihnen, wo Sie alle wichtigen Fragen stellen und wir uns einen Eindruck von Ihnen verschaffen können. Wir wünschen uns für unsere Schützlinge natürlich das denkbar beste Zuhause und möchten ausschließen, dass es zu sogenannten "Rückläufern" kommt, weil sich leichtfertig für ein Haustier entschieden wurde. Erst wenn wir den Eindruck haben, dass es unsere Schützlinge wirklich gut haben, stimmen wir einer Vermittlung zu. Wir vermitteln unsere Tiere nur mit einem Schutzvertrag sowie einer Schutzgebühr. Bitte beachten Sie, dass lediglich Frau Schloos und Herr Fries berechtigt sind, die Schutz- sowie Pflegeverträge zu unterschreiben. Unsere Schutzverträge sowie auch die Pflegeverträge senden wir Ihnen bei Interesse zur Voransicht gerne zu.

Warum geben wir unsere Schützlinge nur nach einem Kontaktbesuch, mit Schutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr ab?

Unsere Hunde werden nicht kostenlos abgegeben.

Die Schutzgebühr soll u.a. verhindern, dass sich unüberlegt ein Hund angeschafft wird. Außerdem entstehen auch dem Verein Kosten, die durch die Schutzgebühr zum Teil wieder abgedeckt werden müssen. Überschüsse gehen wieder zurück an das Tierheim. Die Hunde bekommen die vorgeschriebenen Impfungen, den EU-Pass, einen Chip, sind entparasitiert, entwurmt und sind bis auf wenige Ausnahmen auch kastriert. Diese Kosten müssen wir in Polen natürlich auch an den Tierarzt und das Tierheim zahlen.

Wir vermitteln unsere Schützlinge nur nach einem vorherigen Kontaktbesuch und mit Schutzvertrag. Ein Kontaktbesuch ist unabdingbar, einem Interessenten, der diesem Besuch nicht zustimmt, werden wir keinen Hund vermitteln! Uns interessiert nicht, ob Ihre Wohnung aufgeräumt ist. Wir möchten uns aber davon überzeugen, dass unser Schützling wirklich nur das beste Zuhaus bekommt!

Unsere Schutzgebühr beträgt in der Regel 250 Euro. Bei alten sowie behinderten Hunden ist die Schutzgebühr geringer. Eine Ratenzahlung, die von einigen Interessenten öfters gewünscht wird, ist nicht leider möglich.

Die Schutzgebühr muss immer vor Anreise des Hundes auf das Vereinskonto unter Angabe des Stichwortes “Schutzgebühr” und dem Namen des Hundes überwiesen werden. In Ausnahmefällen ist die Zahlung der Schutzgebühr in Bar auch bei Übergabe des Hundes möglich (z.B. bei sehr kurzfristigen Übernahmen).

Da ein Hund meist 10 bis 15 Jahre lang in Ihrer Familie leben wird, sollten Sie sich bereits vor seinem Einzug darüber im klaren sein, dass viele Jahre Ausgaben für Ihren Mitbewohner auf Sie zukommen. Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Futter, Ausstattung, die jährlichen Impfungen oder sonstige Tierarztkosten. Wer bereits im Vorfeld schon weiß, diese Kosten nicht tragen zu können, sollte von dem Wunsch, sich einen Hund anzuschaffen, Abstand nehmen.

Zur Übergabe

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht alle Tiere persönlich durch ganz Deutschland zu Ihnen nach Hause fahren können. Unsere Route aus Polen führt in der Regel über Görlitz, Dresden, Leipzig, Magdeburg bis Braunschweig. In der Regel nehmen Sie Ihren Hund in Braunschweig in Empfang. Liegt ihr Wohnort in der Nähe unserer Route, kann ein Übernahmeort ( z.B. an einer Raststätte ) vereinbart werden.

Sollte "Ihr" Hund sich schon in Deutschland auf einer Pflegestelle befinden, dann findet die Übergabe bei der Pflegefamilie statt.

 

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